Theorie und Praxis beim Zeiss-Workshop

Wodurch zeichnet sich ein gutes Objektiv aus? Diese Frage erörterte Bertram Hönlinger von Carl-Zeiss an zwei Tagen zusammen mit Fotografen- und Fotomedienfachleute-Auszubildenen am Berufskolleg Kartäuserwall in Köln. Schärfe, Auflösungsvermögen, Bokeh, Modulation und viele weiter Begriffe wurden erläutert und mit Hilfe von vielen Beispielfotos sichtbar gemacht. Auch die aufwendige und komplexe Mechanik eines Objektivs wurde anhand verschiedener Schnittmodelle sehr anschaulich dargestellt. Wie hierbei bis zu 15 Linsen miteinander kombiniert werden, wurde von den Schülerinnen und Schülern mit Staunen aufgenommen.

Nach der Theorie wurden in einem Praxisteil verschiedene Themen fotografisch umgesetzt: Makro, Portrait, Still und Architektur. Die Auszubildenden arbeiteten in Kleingruppen und waren begeistert von der Möglichkeit, die Objektive, die Herr Hönlinger im Gepäck hatte, ausführlich zu testen. Darunter außergewöhnliche Brennweiten, wie das Distagon 2,8/15mm oder Hochleistungsobjektive, wie das Otus 1,4/55mm. Die Handhabung der Zeiss-Objektive war für die Auszubildenden anfänglich etwas ungewöhnlich, da die meisten Objektive manuell zu fokussieren sind. Doch nach kurzer Eingewöhnung gelangen überzeugende Ergebnisse, die in einer Abschlusspräsentation vorgeführt wurden. Das Resümee der Auszubildenden: ein interessanter und vielseitiger Workshop, bei dem sehr viel gelernt wurde.