Nord-Süd-Schulprojekt in Kooperation mit dem SCI

Wie viel Erde braucht der Mensch? Wie viel Mensch verträgt die Erde?
Diese Fragen stellten sich junge Auszubildende der Mediengestaltung unter Anleitung von 15 Freiwilligen aus Togo, Ghana, Nigeria, Südafrika, Uganda, Kambodscha, Indien, Indonesien, Mongolei und Ecuador. Die internationalen TeilnehmerInnen brachten ihre Sichtweisen, Erfahrungen und Gedanken zum Zusammenhang von Landnutzung und Klimawandel mit und diskutierten gemeinsam mit deutschen Freiwilligen in vier verschiedenen Schülergruppen.

 
Folgenden Fragen wurde nachgegangen:

  • Wie viel Erde braucht eigentlich jeder Mensch, um seine Grundbedürfnisse zu befriedigen?
  • Wie groß ist mein ökologischer Fußabdruck?
  • Wem gehören das Land und die Ressourcen bzw. wer entscheidet über den Zugang?
  • Welche Auswirkungen hat Landnutzung auf unser Klima, welche Alternativen gibt es und was kann ich selbst tun?

 
Das von den Lehrerinnen Birgit Kohse und Monika Böhm organisierte Projekt bestand aus zwei Teilen: Zu Beginn gab es für die Teilnehmenden eine allgemeine Einführung, anschließend wurden die verschiedenen Themen in vier Gruppen gemeinsam betrachtet.

 
Ziel des Projekts ist es, die „Einbahnstraße“ Nord-Süd-Austausch zu durchbrechen und die Perspektive des Südens sichtbar zu machen, Vorurteile und Stereotype abzubauen und Diskussionen über Themen unserer globalisierten Welt anzuregen. Mit dem Schulprojekt sollen Auszubildende für entwicklungspolitische Themen sensibilisiert werden.


    
Was ist der SCI?

Der Service Civil International, kurz SCI, ist eine gemeinnützige, internationale Organisation, die sich durch Freiwilligenarbeit für Frieden, gewaltfreie Konfliktlösung, soziale Gerechtigkeit, nachhaltige Entwicklung und interkulturellen Austausch einsetzt. Der SCI verfügt über ein Netzwerk von über 35 nationalen Zweigen auf fünf Kontinenten und arbeitet mit etwa 80 Partnerorganisationen zusammen.

Was macht der SCI?

Der wichtigste Arbeitsschwerpunkt des SCI sind sogenannte Workcamps, Freiwilligeneinsätze in internationalen Gruppen, die zwei bis vier Wochen dauern. In der Regel kommen 10 bis 20 Menschen aus verschiedenen Ländern zusammen und unterstützen mit ihrer Arbeit z. B. soziale Projekte. Workcamps bedeuten nicht nur arbeiten und lernen, sondern auch zusammen leben, Kontakte knüpfen und Spaß haben. Seine Freiwilligendienste führt der SCI in Zusammenarbeit mit lokalen Projektpartnern durch.

Der SCI vermittelt auch Freiwilligendienste, die über einen Monat hinaus gehen. Bei diesen Langzeitdiensten arbeiten die Freiwilligen üblicherweise alleine in einem Projekt. Darüber hinaus organisiert der SCI verschiedene Bildungsmaßnahmen, Seminare und Studienfahrten.

(vgl. www.sci-d.de)