UPDATE: Eröffnung der Ausstellung im DuMont-Carré am 1.9. 19 Uhr Fotografie-Projekt Katowice – Köln im Rahmen der 25-jährigen Städtepartnerschaft

Foto: Felix Watzka
Foto: Christel Plöthner
Foto: Christel Plöthner
Foto: Christel Plöthner
Foto: Christel Plöthner
Foto: Slawomir Rybok
Foto: Christel Plöthner
Foto: Christel Plöthner
Foto: Leon Wörmann
Foto: Felix Watzka
Foto: Felix Watzka
Foto: Felix Watzka
Foto: Felix Watzka
Foto: Felix Watzka
Foto: Felix Watzka
Foto: Felix Watzka
Foto: Juliane Giersch
Foto: Juliane Giersch
Foto: Leon Wörmann
Foto: Leon Wörmann
Foto: Timon Zimmermann
Foto: Timon Zimmermann
Foto: Timon Zimmermann
Foto: Eva Milbrandt
Foto: Eva Milbrandt
Foto: Eva Milbrandt
Foto: Eva Milbrandt

K+K – Katowice + Köln
– Teil 2, Ein Erlebnisbericht –

„Junge Menschen beider Partnerstädte sammelten auf gemeinsamen Foto-Exkursionen Impressionen beider Orte.“

Nachdem wir im Rahmen der Jubiläumsaktivitäten zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft im Mai 5 Schülerinnen der Kunstoberschule Plastyk in Köln begrüßen durften, fuhren wir im Juni zum Gegenbesuch nach Katowice.
Katowice, Hauptstadt der oberschlesischen Region, befindet sich im Strukturwandel von Bergbau und Schwerindustrie hin zur dienstleistungsorientierten Stadt. Sie positioniert sich als Musikstadt der UNESCO.

Unser gemeinsames Ziel ist, Bilder für eine Ausstellung zu erstellen und zusammen zu stellen, mit denen die jungen polnischen und deutschen FotografInnen zeigen, wie sie die jeweils andere Stadt erlebt haben.


Dienstag, 7. Juni 2016
Nach unserer Ankunft in die Kunstoberschule Plastyk in Katowice wurden wir durch den Direktor Edward Josefowski begrüßt.

Am späten Nachmittag ging es mit einer Straßenbahn ins Zentrum. Ausgestiegen sind wir am berühmten Katowice Rondo, von dessen gestalteter Mitte man eine gute Sicht auf das (oder die?) Spodek hat – eine Sportarena, die architektonisch an eine Untertasse erinnert.
Auch die neue Kongresshalle fiel uns auf. Sie hat ein begrüntes Dach: die angelegten Rasenflächen dienen der Öffentlichkeit als „Park“.
Den Blick weiter nach rechts wendend, nahmen wir einen alten Förderturm wahr – das sichtbare Zeichen für das Schlesische Museum, welches unterirdisch angelegt ist. Aus unserer Perspektive befindet sich davor die neue Konzerthalle des Nationalen Symphonieorchesters des Polnischen Rundfunks (NOSPR), welches wir an dem Dienstag Abend besucht haben.

Bevor wir ein Jazzkonzert im Kammersaal genießen durften, wurde uns die Möglichkeit gegeben, die große Konzerthalle mit Augen und Apparaten zu erfassen. Einige Nacht-Aufnahmen der Kulturzone beendeten diesen Erlebnis-Foto-Tag.


Mittwoch, 8. Juni 2016
Morgens wurden wir in der Goldstein-Villa von Mariusz Skiba, Vizepräsident der Stadt Kattowitz, empfangen.

Am späten Vormittag wurden wir durch das neue Internationale Kongresszentrum geführt. Unser „Guide“ Krystian Gryglaszewski stand uns Rede und Antwort rund um die Architektur, die hier im Besonderen die Tradition der Schwerindustrie und Moderne verknüpfen soll: das Kongresszentrum ist – wie ein Bergwerkstollen – im Innenbereich schwarz gehalten, ohne jedoch schwer zu wirken. Für die Fotografinnen und Fotografen stellte der Innenraum eine besondere technische Herausforderung dar, um kontrastreiche Bilder einzufangen. Eine Menge Bilder wurden auf Chip und Film gebannt.

Nachmittags besuchten wir das Schlesische Museum und bekamen eine Führung durch die schlesische, polnisch-deutsche Geschichte.

Auch wenn die Füße schon schmerzten, ging es in der Nacht weiter mit Stativ in der Kulturzone auf Motivjagd.


Donnerstag, 9. Juni 2016
Bis zum Mittag hielten wir uns in der historischen Arbeitersiedlung Nikiszowiec auf. Bergarbeiter hatten hier die Möglichkeit, verhältnismäßig günstig und sehr gut zu leben. Dem Charme dieser detailverliebten Backsteinarchitektur kann man sich nicht entziehen. Die Augen wurden immer größer und die Chips mussten noch mehr Licht verarbeiten.
In dieser Siedlung erwachte die Janower Gruppe – Bergarbeiter, die die naive Malerei für sich entdeckten.

Nachdem wir Kaffee und traditionellen schlesischen Kuchen in der ansässigen Konditorei Byfyj genießen durften, wurden wir in die Szyb Willson Galerie geführt, in der gerade die letzten Vorbereitungen für das Art Naiv-Festival getroffen wurden.
Sehr viele farbenfrohe Bilder wurden an ihren richtigen Platz gerückt um von Bewunderern und Skeptikern betrachtet zu werden.

Als Kontrast zu dieser farbigen Kunstwelt zeigten unsere Begleiterinnen uns die Franziskaner-Basilika Panewniki, in der u.a. eine große Wandgestaltung an Maximilian Kolbe erinnert.

Zurück ging es per Bus in die Stadtmitte von Katowice – nach wie vor auf der Suche nach neuen Eindrücken, die sich auf lichtempfindlichen Material bannen lassen.


Freitag, 10. Juni 2016
Vormittags besuchten wir im Historischen Museum Kattowitz zwei den Originalen nachempfundenen Mittelstandswohnungen der vorletzten Jahrhundertwende.
Zudem hatten wir die Gelegenheit, eine Ausstellung zur Kunstrestauration unterschiedlicher Werkstoffe zu betrachten.

Im Anschluss begaben wir uns auf auf eine Erkundungstour – das Woiwodschaftsamt, Denkmäler, Kathedrale, Kosciuszki Park, Erzengel Michael Kirche, Marktplatz, Schlesisches Theater, Warszawska Straße, Straße des 3. Mai, Denkmal der Schlesischen Aufständischen – alles stand uns zur Betrachtung offen.

Am kommenden Morgen brachen wir recht früh auf in Richtung Flughafen – in Richtig Kolonia.

Während in dieser knappen Woche über Kolonia ein Regenschauer nach dem anderen zog, konnten die FotografInnen in Katowice ihre Lichtfallen aufstellen, ohne dass auch nur ein Tropfen Wasser vom Himmel kam.

Man darf gespannt sein auf unser Ergebnis – die Fotos, die in Ausstellungen in Köln und Katowice im Herbst gezeigt werden!

Fortsetzung folgt …

 

MB für Juliane Giersch, Felix Watzka, Leon Wörmann, Timon Zimmermann

Fotos: Juliane Giersch, Eva Milbrandt, Christel Plöthner, Felix Watzka, Leon Wörmann, Timon Zimmermann