Einblicke in das Gautschen 2017 am BK

Freitag, der 30. Juni 2017 – ein nicht gerade warmer Tag in Köln. Das hielt etliche Kornuten der AbsolventInnen der Fachschule für Druck- und Medientechnik und MedientechnologInnen Druck nicht davon ab, sich gautschen zu lassen. Hinzu kamen auch einige Lehrer, die sich nicht um das kühle Nass drücken konnten. Nach der äußeren und inneren Reinigung bekam jede/r den Gautschbrief überreicht.

Zur Erklärung (vgl. vdmnw.de):
Das Gautschen ist ein bis ins 16. Jahrhundert zurückreichender Brauch, bei dem Gesellen der Druckbranche nach bestandener Abschlussprüfung im Rahmen einer Freisprechungszeremonie in einer Bütte untergetaucht oder auf einen nassen Schwamm gesetzt werden. Bis zu diesem Zeitpunkt werden die ungegautschten Gesellen Kornuten genannt – abgeleitet vom lateinischen Wort „cornus“ (das Horn, der Gehörnte). Durch das Gautschen werden alle Sünden und Fehler, die während der Ausbildung begangen wurden, reingewaschen.

In seiner ursprünglichen Bedeutung bezeichnet der Begriff Gautschen den ersten Entwässerungsschritt nach dem Schöpfen des Papiers, das Ablegen des frisch geschöpften Papierbogens vom Sieb auf eine Filzunterlage.