ZT71 – Klasse der Zahntechniker unterstützt ein Jahr lang eine Partnerschule in Kenia

Seit einigen Jahren besuchen freiwillige junge Menschen aus aller Welt unsere Schule, um mit einigen Klassen ein globales Problem und Lösungsmöglichkeiten dazu zu diskutieren. Dieser Austausch wird organisiert vom SCI.
Schülerinnen und Schüler unserer Schule können hier die Sicht von Menschen anderer Nationalitäten und Kontinente auf globale Probleme kennenlernen. Sei es der ökologische Fußabdruck, den wir durch unseren Konsum hinterlassen, sei es der überbordende Abfall, vor allem durch Verpackungen und Plastikmüll, der die Umwelt belastet, oder – wie in diesem Jahr die sozialen und ökologischen Aspekte der Kleiderherstellung – durch die Begegnung mit den jungen Freiwilligen wird der Blick geweitet.

Andere Länder der Welt sind noch viel stärker von den negativen Folgen betroffen, die Menschen dort haben sich deshalb aber auch schon eher den Problemen stellen müssen und aufgrund mangelnder staatlicher Unterstützung Eigeninitiative entwickelt, um die anstehenden Probleme zu lösen.


Ein Beispiel hierfür ist das Kipepeo-Projekt in Kenia, das sich zum Ziel gesetzt hat, durch „Empowerment” die Menschen zu befähigen, ihre Lebensumstände zu verbessern.
Im letzten Jahr war der junge Leiter des Projektes, Julius Kuyo, Teil der Besuchsgruppe an unserer Schule. Nach Abschluss seines Studiums in Kenia selbst ohne Aussicht auf Arbeit gründete er mit zwei anderen vor 9 Jahren eine Schule für Kinder, deren Eltern das in Kenia notwendige Schulgeld nicht aufbringen können. Die Schule ermöglicht den kostenlosen Schulbesuch und ein warmes Mittagessen am Tag.

Daneben kümmern sich die Organisatoren sich um Straßenkinder und Waisen, schulen Frauen und Männer und unterstützen sie zur Selbständigkeit mit Mikrokrediten, bieten Computerkurse an, betreiben einen Kindergarten, praktizieren ökologische Landwirtschaft und bauen Angebote zum nachhaltigen Tourismus auf.

Sie nehmen gerne Freiwillige aus Deutschland und anderen Ländern bei sich auf, die nach Neigung ihre Fähigkeiten in den verschiedenen Projekten einbringen.

Beim gemeinsamen Mittagessen in unserer Schule besprachen wir die Möglichkeit, sein Projekt zu unterstützen und entwickelten die Idee einer Schulklassenpartnerschaft: ein Schuljahr lang sollte eine Klasse unserer Schule eine Klasse seiner Schule finanziell unterstützen, eine Schulklassenpartnerschaft also.
Und so sammelten Schülerinnen und Schüler der Zahntechniker Unterstufe von September bis Juni jeden Monat Geld, die Summe wurde von der verantwortlichen Lehrerin aufgerundet und nach Kenia gesendet. Die Fotos zeigen die Partnerklassen und das angeschaffte Material: Schulbücher, eine Landkarte, eine Schulglocke, dazu kommt noch Verbrauchsmaterial wie Stifte und Hefte.


Es wäre sehr schön, wenn sich auch andere Klassen dazu entscheiden könnten, ein Jahr eine solche Partnerschaft zu einer Klasse einzugehen. Das gespendete Geld wird zu 100% für die Kinder und deren Bildung verwendet. Durch WhatsApp ist die Kommunikation mit dem Leiter sehr einfach.
Und es ist doch einfach schön, mit so wenig Aufwand das Leben von kleinen und großen Menschen irgendwo auf der Welt positiv zu verändern.

Weitere Informationen:
PDF-Präsentation des Projekts
https://www.world-of-kipepeo.org/aboutus und Birgit Kohse, Religionslehrerin, kh(at)bk-kartaeuserwall.de