Canon Workshop 2014

Auch 2014 fand zu Beginn des neuen Schuljahres ein Canon Workshop für Auszubildende aus dem Fotoeinzelhandel in der Eifel statt. Wie in den vergangenen Jahren auch, konnten angehende Fotomedienfachleute und Fotoeinzelhändler an drei Tagen mit professionellen Spiegelreflexkameras und langen Brennweiten im Greifvogelpark Hellenthal Adler, Falken und Eulen aus nächster Nähe und im Fluge fotografieren und dabei ihre Fachkompetenz verbessern.

Erster Tag

Der Einstieg in den Workshop erfolgte in der Wildenburg bei Hellenthal. Die Auszubildenden erhielten eine theoretische Einweisung in die Kamera- und Objektivtechnik durch den Canon-Trainer Jürgen Wandke. Nach einem Überblick über semiprofessionelle und professionelle DSLR-Kameramodelle und Objektive vermittelte er den Auszubildenden grundlegende Kenntnisse, insbesondere zur Handhabung der Autofocus- und Belichtungsmessungssysteme. Hier erfuhren die Schülerinnen und Schüler viel über die Zusammenhänge von ISO, Blende und Zeit. 

 „Ich habe einen sehr tiefen und guten Einblick in die vielfältige Objektivtechnologie von Canon bekommen. Von 8 bis 500 mm Brennweite konnte ich alles benutzen. Da ich zuvor schon mit Canon arbeitete, konnte ich mir durch den Trainer noch den einen oder anderen Kniff abgucken.“ Pascal Kahle, Photo-Porst, Köln-Mülheim 

Nach dem Mittagessen konnten die Auszubildenden dann erste kamera- und aufnahmetechnische Erfahrungen im Greifvogelpark Hellenthal sammeln. Die Aufgabe, Greifvögel in Bewegung während der Flugshow zu fotografieren, erwies sich für die meisten Auszubildenden als recht schwierig, da viele von ihnen zum ersten Mal die Gelegenheit hatten, mit extrem langen Brennweiten zu fotografieren. Durch das individuelle Coaching des Canon-Trainers vor Ort machten die Auszubildenden jedoch schnell Fortschritte.

„Greifvögel waren ein tolles Thema, sehr anspruchsvoll zu fotografieren, aber auch sehr interessante und prächtige Tiere.“ Thomas Schnitzler, Foto Gregor, Köln  

„Trotz dass ich mit dem Canon System vorher nicht vertraut war, bin ich recht schnell rein gekommen. Auch mit den einzelnen Objektiven bin ich recht schnell vertraut geworden.“ Hagen Kuller, Photo-Porst, Geldern

 

 „Ich finde, es wurden sehr gute Tipps gegeben und individuell den einzelnen Schülern geholfen.“ Alina Kaiser, Fotodienst/Copy-Shop, Monheim 

Im gemütlichen Turmzimmer der Wildenburg wurden am Abend die Aufnahmen gesichtet, um gute und weniger gelungene Fotos für die Nachbesprechung auszusuchen.

Zweiter Tag

Der zweite Tag startete mit der Analyse der am Vorabend ausgewählten Bilder. Die Bilddaten wurden ausgewertet und Verbesserungsvorschläge diskutiert. Neben technischen Aspekten wurden auch Motivwahl, Bildkomposition, Bildausschnitt und Lichtverhältnisse besprochen. 

„Hören – Probieren –Reflektieren – Testen – Schießen. Nachdem wir einen guten Einstieg bekommen hatten, konnten wir direkt testen. Durch eine gute Reflexion gelangen plötzlich 100% bessere Bilder.“ Pascal Kahle, Photo-Porst, Köln-Mülheim 

„Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Bewertung der Fotos und die Verbesserungsvorschläge für den darauffolgenden Tag, die uns gegeben wurden.“ Alina Kaiser, Fotodienst/Copy-Shop, Monheim

Im Anschluss wurden die Einstellmöglichkeiten des Autofokussystems besprochen, die es ermöglichen, den Fokuspunkt optimal auf die sich sehr schnell bewegenden Greifvögel zu platzieren. Nach weiteren Hinweisen zu Kameraperspektive, Hintergrundwahl, Schärfentiefe und Bildaufbau wurden die Kameras für das zweite Fotoshooting vorbereitet. 

Im zweiten Praxisteil versuchten die Auszubildenden ihre neuen Erkenntnisse umzusetzen, wobei die Wetterbedingungen im Vergleich zum Vortag deutlich schwieriger waren. Einzelporträts der Auszubildenden mit dem Kordillerenadler „Gaucho“ und eine Gruppenaufnahme rundeten die Aufnahmen im Greifvogelpark Hellenthal ab.

Zurück auf der Wildenburg, wurden die neuen Aufnahmen gesichtet und für die Schlusspräsentation am kommenden Vormittag mit Hilfe des Canon- und der Berufsschullehrer aufbereitet. 

„Die Atmosphäre zwischen allen hat mir gut gefallen, wir haben uns untereinander unsere Erfahrungen mitgeteilt und unsere Fotos bzw. unsere Ergebnisse miteinander ausgetauscht und haben besprochen, was verbessert werden kann und haben gut zusammen gearbeitet.“ Merve Cicek, Foto Lambertin, Köln

„Unser Canon-Lehrer, der Jürgen; war sehr engagiert und hatte viel Fachwissen, hat uns gut geholfen und war lustig drauf.“ Thomas Schnitzler, Foto Gregor, Köln

Dritter Tag

Am Vormittag des letzten Tages fand die große Abschlusspräsentation der Schüleraufnahmen statt, wobei man den neuen Aufnahmen deutlich die individuellen Fortschritte beim Handling von Kameras und Objektiven erkennen konnte. Der Vergleich unbearbeiteter und nachbearbeiteter Aufnahmen zeigte zudem, wie gut viele Auszubildende inzwischen in der digitalen Bildbearbeitung sind. 

Spannender Abschluss des Canon-Workshops war schließlich ein eineinhalb-stündiger Crashkurs in die Blitzlichtfotografie. Nochmals mit viel Praxis vermittelte unser Canon-Trainer Jürgen Wandke eindrucksvolle Einblicke in die Leistungsfähigkeit der Canon-Systemblitzgeräte bei Innen-, als auch Außenaufnahmen. 

Nach dem dreitägigen Workshop zogen alle Beteiligten ein sehr, sehr positives Fazit:

„Das Canon-System ist gut verständlich, wurde anhand von Beispielen bzw. Testkameras und Objektiven in großer Anzahl und Variation gut näher gebracht und das vor allem mit viel Praxisnähe.“ Benjamin Singh, Foto Gregor, Köln

„Das Thema des Workshops hat mich sehr angesprochen. Die Kombination von Natur und hochwertiger Technik hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ein tolles Gefühl, solch anmutigen Tieren so nahe zu sein. Die Unterkunft in der Wildenburg war ein besonderes Erlebnis. Ein sehr ruhiger und  idyllischer Ort mit einer unfassbaren Atmosphäre.“ 

Dominik Volz, Godesberger Fotoladen, Bonn-Bad Godesberg

 

Letztlich stellt der Canon-Workshop auch aus Sicht der Berufsschullehrer einen optimalen Einstieg in den eher theorieorientierten Unterricht am Berufskolleg Kartäuserwall in Köln dar.

 „Eine perfekte Veranstaltung für eine sich neu bildende Schülergruppe - die gruppendynamischen Prozesse wirken sich positiv auf die Arbeitsatmosphäre im Unterricht aus.“  Ludger Lippert, BK Kartäuserwall